Priorisierung der Impfungen gegen SARS-CoV-2

Viele Vorerkrankungen berechtigen für eine Impfung gegen SARS-CoV-2 in der Impfgruppe 2 oder 3. Auf der einen Seite möchten wir alle berechtigten Patientinnen und Patienten darin unterstützen, zeitnah eine Impfung zu bekommen. Auf der anderen Seite sehen wir uns aber auch darin verpflichtet, sorgfältig auf die Einhaltung dieser Reihenfolge zu achten, da jede unberechtigte Impfung jemandem fehlt, der sie dringend benötigt.

Im Folgenden einige relevante Aspekte aus der aktuellen Impfverordnung (CoronaImpfV):

  • Leider erhalten viele Patientinnen und Patienten falsche Aussagen an der Hotline, dass sie bereits berechtigt seien und der "Arzt nur ein Attest ausstellen" müsse. Das ist häufig nicht zutreffend.

  • Insbesondere bei Diabetikern wird nach HbA1c-Wert unterschieden, ob Sie in Impfgruppe 2 (HbA1c >= 7,5%) oder Impfgruppe 3 (HbA1c < 7,5%) sind.

  • Die Möglichkeit Patientinnen und Patienten individuell und unabhängig von den genannten Vorerkrankungen in einer Impfgruppe zu priorisieren, ist nur amtsärztlich und nicht durch niedergelassene Ärzte möglich.

  • Bis zu zwei Kontaktpersonen von Menschen mit geistigen Behinderungen oder anderen schweren Einschränkungen können nach §3 Abs. 1 Ziffer 3a in Impfgruppe 2 eingruppiert werden. Hierfür benötigen Sie eine "Musterbescheinigung", die es auf der Homepage des Hessischen Sozialministeriums gibt.

  • Bis zu zwei Kontaktpersonen von Schwangeren können nach §3 Abs. 1 Ziffer 3b in Impfgruppe 2 eingruppiert werden.

  • Krebserkrankungen, die weniger als 5 Jahre zurückliegen, berechtigen für Impfgruppe 2. Länger zurückliegende Krebserkrankungen begründen Impfgruppe 3.

  • Die komplette Impfverordnung können Sie beim Bundesgesundheitsministerium einsehen.

Eine Übersicht der Impfgruppen wurde von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zusammengestellt:

Telefon: 0 61 51 - 2 16 14

Fax: 0 61 51 - 2 01 21

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